Über 2.000 Euro fordert DM von der antirassistischen Initiative „HESSEN SAGT NEIN ZUR BEZAHLKARTE“ – und greift damit direkt den dort Engagierten in die Tasche.
Der Hintergrund: In Informationsmaterialien zum Boykott der Bezahlkarte wurde neben den Logos verschiedener Supermärkte auch das Logo der Drogeriekette verwendet. Damit sollte veranschaulicht werden, in welchen Geschäften Geflüchtete Gutscheine erwerben können. Mehr dazu hier (Link).
Christoph Werner, Chef der Kette, hat in seinem Leben einiges erreicht. Sein vielleicht größter Erfolg war allerdings, als Sohn des Unternehmensgründers geboren zu werden. Vielleicht ist es das Geschenk seiner privilegierten Geburt, das ihn so außerordentlich klug macht: Er tritt dafür ein, die AfD wie jede andere Partei zu behandeln, obwohl die einschlägige sozialwissenschaftliche Forschung davor warnt, wahnhafte Politik zu bestätigen und empfiehlt sie auszugrenzen.
Dass DM als einziges Unternehmen eine ehrenamtliche Initiative abmahnt, die offensichtlich keinen Gewinn aus der Verwendung des Logos zieht, legt nahe, dass das Unternehmen aus Überzeugung handelt.
Auch wenn uns bewusst war, dass bereits neben Windeln und Bio-Lebensmitteln antimoderne, anthroposophische Produkte im Sortiment der Drogerie-Kette sind, hätten wir dort rechten Kulturkampf nicht erwartet.