Neu im Angebot bei DM: Kulturkampf?

Über 2.000 Euro fordert DM von der antirassistischen Initiative „HESSEN SAGT NEIN ZUR BEZAHLKARTE“ – und greift damit direkt den dort Engagierten in die Tasche.

Der Hintergrund: In Informationsmaterialien zum Boykott der Bezahlkarte wurde neben den Logos verschiedener Supermärkte auch das Logo der Drogeriekette verwendet. Damit sollte veranschaulicht werden, in welchen Geschäften Geflüchtete Gutscheine erwerben können. Mehr dazu hier (Link).

Christoph Werner, Chef der Kette, hat in seinem Leben einiges erreicht. Sein vielleicht größter Erfolg war allerdings, als Sohn des Unternehmensgründers geboren zu werden. Vielleicht ist es das Geschenk seiner privilegierten Geburt, das ihn so außerordentlich klug macht: Er tritt dafür ein, die AfD wie jede andere Partei zu behandeln, obwohl die einschlägige sozialwissenschaftliche Forschung davor warnt, wahnhafte Politik zu bestätigen und empfiehlt sie auszugrenzen.

Dass DM als einziges Unternehmen eine ehrenamtliche Initiative abmahnt, die offensichtlich keinen Gewinn aus der Verwendung des Logos zieht, legt nahe, dass das Unternehmen aus Überzeugung handelt. 

Auch wenn uns bewusst war, dass bereits neben Windeln und Bio-Lebensmitteln antimoderne, anthroposophische Produkte im Sortiment der Drogerie-Kette sind, hätten wir dort rechten Kulturkampf nicht erwartet.

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Getroffen hat es Einige, gemeint sind wir Alle! – Solidarität mit Basta Berlin und den anderen Betroffenen der Polizeirazzia

Liebe Freund*innen, Liebe Genoss*innen,

Mit großer Bestürzung und Wut haben wir von den polizeilichen Razzien in Berlin und deutschlandweit erfahren. Betroffen war auch das Projekt und die Räumlichkeiten von Basta Berlin, die seit vielen Jahren Beratungen und Unterstützung von Erwerbslosen, Beschäftigten mit geringem Einkommen und Studierenden mit wenig Geld selbstorganisiert.
Wir von Offenbach Solidarisch verurteilen diesen Einsatz und die Zerstörung, die mit ihm einherging. Wir erklären unsere Solidarität und wünschen allen Betroffenen in Berlin und anderswo viel Kraft!
Weiterhin gilt: Für das gute Leben für Alle! Wir sind stärker als ihre Repression!


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Nein zur Bezahlkarte – Gutscheine tauschen auf dem Wintermarkt der Walterpassage in Offenbach

Am 13.12. von 13-18 Uhr ist Offenbach Solidarisch auf dem Wintermarkt des Atelier Walterpassage vertreten und es gibt die Möglichkeit, Supermarkt-Gutscheine, die Geflüchtete mit ihrer Bezahlkarte gekauft haben, gegen Bargeld einzutauschen. Bringt dafür gerne Bargeld mit! Mehr Infos hier.

Auch gibt es Gelegenheit zum winterlichen Geschenkeshoppen und gemütlichem Beisammensein.

  • mit Glühwein und Waffeln von raumraumraum
  • weiteren Snacks und eiskalten Getränken der Atelier Walterpassage
  • Zines, Malerei, Riso- & Linoldruck, Keramik und vielem mehr
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Umgang mit Antisemitismus und Verschwörungserzählungen

Schwurbeln am Beispiel lokaler Veranstaltungen

Seit mehreren Jahren ist Daniele Ganser nun Thema in der politischen Arbeit von Offenbach Solidarisch. Der Grund: Ganser, ein Redner aus dem verschwörungsideologischen Milieu, darf jedes Jahr in Offenbachs Stadthalle auftreten und seine Hetze und antisemitischen Phrasen verbreiten. So leider auch dieses Jahr.
Wir haben den diesjährigen Auftritt zum Anlass genommen, gemeinsam mit dem Rosa-Luxemburg-Club Offenbach und dem emanzipatorischen Bildungskollektiv CREW im Rahmen eines Vortrags mal hinter die Kulissen zu schauen. In diesem geht es um die Gefahren von Verschörungserzählungen, den Umgang mit Antisemitismus, was man dagegen tun kann und wie die Person Daniele Ganser in diesen Kontext verortet ist.


Vortrag | 02.09.2025 | 19 Uhr
Walterpassage, Frankfurter Straße 13-15, Offenbach

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Solidarisch gegen die Bezahlkarte

Das Random White House (Randi) ist ein studentisch selbstverwalteter Pavillon, zentral auf dem IG-Farben Campus in Frankfurt.

Vor ca. 3 Wochen gab es einen Angriff auf das Randi, kurz nachdem eine Abnahmestelle für eingetauschte Gutscheine angekündigt wurde. Menschen waren keine vor Ort – es wurde niemensch verletzt.

Wir sind solidarisch mit dem Random White House und allen Initiativen, die gegen die rassistische Bezahlkarte aktiv sind und Ziel rechter Angriffe werden! Wir teilen darum hier mit ihrer Zustimmung  ihre Stellungnahme zum Vorfall.

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Nein zur Bezahlkarte

Offenbach Solidarisch richtet ab der kommenden Woche eine kleine Wechselstube ein, an dem Lebensmittelgutscheine, die von der Bezahlkarte gekauft wurden, gegen Bargeld getauscht werden können.

Mehr Informationen sammeln wir auf der Unterseite .

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Barabend: Was tun gegen Mietenwahnsinn?!

Einladung von Offenbach unbezahlbar und ^DachGeno RM zu einem Barabend mit Podiumsgespräch.

Wohnen in Offenbach wird immer teurer. Was setzen wir dem entgegen? Können Mieterinnen überhaupt irgendwas tun? Diese Themen diskutieren wir mit der AG Haustürgespräche (Die Linke) und der ^DachGeno RheinMain. Beim Gespräch gibt es viel Raum für Fragen und Austausch bei leckeren Drinks und Snacks. Eingeladen sind alle geplagten Mieterinnen und all jene, die sich für Mieten, Wohnen und Wohnungspolitik interessieren – und vielleicht aktiv werden wollen.

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Antisemitische Reaktionen in Deutschland nach dem 7. Oktober

UPDATE: Die Veranstaltung musste leider um eine Woche verschoben werden.

Referentin: Charlotte Brandes
Wann: 09.10 16.10, 19 Uhr
Wo: Frankfurter Str. 13-15, ‚Walterpassage‘, Offenbach/M.

Antisemitische Vorfälle haben seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023 in Deutschland stark zugenommen. Darunter fallen antisemitische Äußerungen oder Sachbeschädigungen, aber auch direkte Bedrohungen und Angriffe gegen Jüdinnen und Juden. Viele Jüdinnen und Juden entscheiden sich aus Angst vor antisemitischen Vorfällen dafür, ihre jüdische Identität nicht mehr offen zu zeigen. Sie müssen abwägen zwischen ihrer Sicherheit und der Sichtbarkeit der eigenen jüdischen Identität.

Der Vortrag widmet sich der Entwicklung antisemitischer Vorfälle seit dem 07. Oktober in Deutschland. Welche Folgen hat diese Entwicklung für Jüdinnen und Juden? Und welche für die Gesamtgesellschaft? Welche Formen von Antisemitismus erleben Betroffene, mit welchen Vorfällen sind sie konfrontiert?

Barrierefreiheit:
Der Raum ist nicht barrierearm (Treppe), der Vortrag auf deutsch.

Anfahrt:
S-Bahn OF-Marktplatz (Ausgang Marktplatz), dann die Frankfurter Straße hochlaufen bis gegenüber vom Kaufhof-Gebäude, in die Passage zwischen Ditsch und Telekom einbiegen, rechts ist dann der Eingang.

Gefördert durch: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

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Mobi-Abend zu ERINNERN HEIßT VERÄNDERN – 5 JAHRE WÄCHTERSBACH

Wir laden zum Mobi-Abend ein!

Nach einem Input zu „Erinnern heißt verändern – 5 Jahre Wächtersbach“ gibt es einen Barabend mit Solidrinks.

Wann? Am 17.07. ab 19 Uhr

Wo? Isenburger Schloss (HfG-Kapelle) Offenbach

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Kaufhof für alle – Offener Brief zu aktuellen Entwicklungen in Offenbach

Dass wir in einer Zeit der Krisen leben, müssen wir wohl keinem mehr erzählen: Die Auswirkungen, die der neoliberale Kapitalismus auf die Menschen hat, spürt jede*r am eigenen Leib. Corona, die starke Inflation und der russische Angriffskrieg geben das ihrige dazu. Die bundesweite Streikwelle hat gezeigt, dass viele Leute mit ihrem Auskommen zu kämpfen haben. Die Löhne reichen nur knapp für die zu hohe Miete, an Urlaub oder beim Einkaufen muss gespart werden. 

Dahinter steht Programm und Offenbach ist dabei keine Ausnahme. Infolge des „Strukturwandels“ wurden die Städte neoliberal umstrukturiert und zu Spielwiesen marktwirtschaftlicher Interessen. Der Ausverkauf städtischer Liegenschaften zur „Haushaltssanierung“, der Rückzug aus der Versorgung mit bezahlbarem und sozialem Wohnraum oder die aus der Not geborene Vermarktung als „Creative City“ oder „Arrival City“ sind nur wenige Beispiele des stadtpolitischen Versagens in der dreckigen Schwester Frankfurts. Die wenigen Lichtblicke wie das Multiversum wurden allenfalls toleriert und mussten marktwirtschaftlichen Interessen weichen.    

Doch wir wollen an dieser Stelle gar nicht eine Abhandlung über die politischen Missstände und bisherigen Verfehlungen verfassen. Unser Augenmerk soll vielmehr auf den wenigen, aber teilweise eben aus genau diesen Entwicklungen entstandenen utopischen Potentiale liegen: den Räumen dieser Stadt. Auf das Isenburger Schloss, auf den Hauptbahnhof und das alte Stellwerk, auf den Rathauspavillon und Galeria Kaufhof.  

All diese Gebäude stehen leer oder blicken einer unklaren Zukunft entgegen. Ein Konzept wiederum ist für sie oft noch nicht ersichtlich. Das ehemalige Kaufhof-Gebäude hat die Stadt gekauft und möchte es in eine „Station Mitte“ umfunktionieren. Der Hauptbahnhof soll neuen, zivilgesellschaftlichen Nutzungen zugeführt werden, direkt daneben soll mit dem Stellwerk ein soziokultureller „Lichtblick“ entstehen.

Die Realität: Der Hauptbahnhof steht seit 10 Jahren leer, verfällt zusehends und die gepriesene Machbarkeitsstudie scheint in der Schublade zu verschwinden. Was wohl dem Kaufhof droht? Wieviel bleibt übrig von den hehren Zielen?

Zuletzt ließ sich die Stadt die Sanierung des Rathauspavillons für gut 3,8 Millionen Euro beschließen. Das Ziel ist ein sogenannter „Multispace“, für den ein Betriebsmodell noch gefunden werden muss. Die heutigen Nutzer*innen müssen raus, sie haben ihren Zweck der Inwertsetzung durch Zwischennutzung erfüllt und dürfen neue Bleiben suchen.  

All diese Orte könnten so viel mehr bieten. Deshalb lasst uns reden über das gute Leben für alle, über bezahlbaren Wohnraum, über selbstverwaltete und offene Räume, über kostenlose soziale Leistungen & Infrastruktur unabhängig von Pass, Geschlecht oder Status, über niedrigschwelligen Zugang zu gesundheitlicher und medizinischer Versorgung, über kostenlosen ÖPNV, Kaffee für nen Euro, über Räume ohne Konsumzwang und für politische Praxis.  

Denn wir haben Forderungen und Vorstellungen, die im städtischen Raum verwirklicht werden sollen und werden die Prozesse der „Umnutzungen“ deshalb kritisch begleiten. Für die „Station Mitte“ fordern wir, dass den in der Machbarkeitsstudie skizzierten Zielen nicht nur Rechenschaft getragen wird, sondern sie tatsächlich einen Raum ohne Zugangsbeschränkungen darstellt und barrierearm für die gesamte Stadtgesellschaft zugänglich ist. Es soll ein Ort sein, der ohne Anmeldung, Ausweispflicht oder sonstigen Berechtigungsnachweis funktioniert.  

Ein Ort, in dem sich die Menschen gerne aufhalten, an dem sie nicht das Gefühl haben, dass sie nur willkommen sind, wenn sie sich den nächsten Kaffee bestellen, aber wenn sie Lust haben, sie sich einen Kaffee auch noch leisten können. 

Wir wünschen uns nicht nur für Galeria, sondern für ganz Offenbach Orte, an dem Menschen niedrigschwellige soziale Unterstützung bekommen können, beispielsweise Gesundheitsversorgung. Denn nicht alle Personen haben freien Zugang zu medizinischen und psychologischen Leistungen, brauchen sie aber dennoch. Es bedarf auch einer Stelle, die beim Beantragen staatlicher Leistungen unterstützt. Trotz Berechtigung ist dieser Prozess für viele nämlich meist zu kompliziert. Wir wünschen uns eine feministische Beratungsstelle und ein feministisches Café, in dem sich FLINTA* austauschen, vernetzen und in Krisensituationen Unterstützung bekommen können.

Gerade solche Orte fehlen in der Offenbacher Innenstadt, gerade solchen Orten könnte Raum geboten werden. Statt die nächste langweilige konsumorientierte Innenstadt zu planen, ist es möglich, die Sorgearbeit, die für uns alle lebensnotwendig ist, in den Mittelpunkt zu stellen.  

Wir fordern darüber eine offene politische, soziale und städteplanerische Diskussion in der Stadt und werden uns an dieser aktiv und zu gegebenen Zeit beteiligen. Wir wollen keine Brotkrumen, wir wollen die ganze Bäckerei: Das gute Leben für Alle! 

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